Bergar­beit­er-Wohn­mu­se­um | Lünen

Als ich kür­zlich im Inter­net nach Museen in Ort­snähe schaute, bin ich auf das Bergar­beit­er-Wohn­mu­se­um in Lünen-Bram­bauer gestoßen. Dort wird die Wohnkul­tur von Bergar­beit­ern in den 1920er und 1930er Jahren dargestellt. Das erstaunte mich, da es mir vorher über­haupt nicht bekan­nt war.

Ein Besuch lohnt sich bes­timmt, dachte ich mir, aber wie kann man sich ein Leben in diesen Jahrzehn­ten vorstellen?

Die Wohnkul­tur

Die Woh­nun­gen bestanden meist aus einem Wohnz­im­mer, ein­er Küche und einem oder zwei Schlafz­im­mern. Die Räume waren oft niedrig und hat­ten kleine Fen­ster. Möbel waren ein­fach, robust, oft selb­st hergestellt oder gebraucht. Geheizt wurde durch Kohleöfen, die auch zum Kochen genutzt wur­den. Strom oder fließen­des Wass­er waren sel­ten vorhan­den. Toi­let­ten befan­den sich in Hin­ter­höfen.

Ernähung

Die Ernährung bestand aus Grund­nahrungsmit­teln, die ein­fach und region­al waren. Brot, Kartof­feln, Rüben, Äpfel, Bir­nen. Fleisch und Wurst wur­den nur zu beson­deren Anlässen gegessen. Die Arbeit für die Arbeit­er war kör­per­lich hart und anstren­gend. Die Schicht begann früh und dauerte oft bis zu 12 Stun­den. Pausen gab es sel­ten und die Arbeits­be­din­gun­gen waren oft gefährlich.

Bergarbeiter-Wohnmuseum Straße Bild 2
Bergarbeiter-Wohnmuseum Straße Bild 1

Soziales

Viele Bergar­beit­er waren Mit­glieder in Sport‑, Gesangs- oder Schützen­vere­inen. Frauen waren haupt­säch­lich für die Hausar­beit und Kinder­erziehung zuständig. Die Kinder gin­gen zur Schule oder mussten schon arbeit­en, um die Fam­i­lie finanziell zu unter­stützen. Gespielt wurde auf den Straßen mit anderen Kindern. Beliebte Spiele waren Ver­steck­spiele, Murmel­spiele, Schnurhüpfen.

Das Bergar­beit­er-Wohn­mu­se­um, eine Zeitreise

Der Besuch im Bergar­beit­er-Wohn­mu­se­um glich ein­er Reise in ver­gan­gene Zeit­en. 11 Räume vom Keller bis zum Dach sind Teile des Muse­ums. Ein Plump­sk­lo wurde nachge­baut. Viele Haushalts-/Handw­erks­geräte und Dekostücke sind dort aus­gestellt.

Ein weit­eres High­light: In dieser guten Stube befind­et sich eine Neben­stelle des Standesamtes Lünen, in dem man sich standesamtlich trauen lassen kann.

Die Fotos in diesem Artikel zeigen Stan­dort und Umge­bung. Wer sich selb­st ein Bild des dama­li­gen Lebens machen möchte, dem empfehle ich, diesem Muse­um mal einen Besuch abzus­tat­ten. Infos zu beispiel­sweise Öff­nungszeit­en und Ein­tritt find­et ihr auf der Home­page des Bergar­beit­er-Wohn­mu­se­ums, oder auf Insta­gram.

Glück auf!

Falls ihr Tipps, Empfehlun­gen, Kri­tik oder Son­stiges für uns habt, schreibt uns gerne eine Mail an info@revierhund.de

Fotos: © Rawe